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The Day after....

Die Naxht verlief recht ruhig. Ein Laubbläser weckte uns zuerst leise, dann immer lauter. Die Dinger müssten verboten werden. Na ja, die Regierung wird es wohl richten. Oder? Umweltschutz überall. Mein erster Weg war ins Bad, dann mit Hund spazieren gehen. Frische Luft schnappen am trüben Hochrhein. In der Nacht war wohl etwas Schnee auf den Höhen des umliegenden Hügel gefallen und sie waren leicht gezuckert im Morgenschein. Wir trafen keinen anderen Hund, hatten deshalb auch keinen Morgenstreß und konnten bevor es mit leichtem Schneefall weiterging, ins Womo zurück. Unser vier tierischen Besatzungmitglieder wurden gefüttert, die Luken aufgerissen, die Betten aufgedeckt und der Frühstücktisch gedeckt.

Leckeres Kartoffelbrot aus der Schweiz machte das Frühstück zu einem leckeren Erlebnis. Zeit war es aber auch den gestrigen Tag zu überdenken.

Ja, es war ein richtiger Scheißtag. Man verliert nicht gerne ein geliebtes Tier, was nicht nur Tier, sondern auch Freund ist. Ein Bestandteil unseres Lebens war. Zusätzlich traf mich eine Meldung, dass ein befreundeter Karnevlist, mein Freund Joe B., verstorben ist. Wir mochten uns und haben uns doch nie gesehen, wollten wir doch einmal einen Karnevalszug beschallen und moderieren. Richter Gnadenlos ist nicht mehr, ist Geschichte. Gute Reise mein Freund.

Trotz allem Verlust haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben Spanien zu erreichen. Deshalb machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg an die Sanitärstation, leerten alle Tanks und befüllten den Frischwassertank bis zum Rand. Gegen 11 Uhr ging es endlich los Richtung Frankreich. Beaume les Dames sollte unser heutiger Ruhepunkt werden.

Von Waldshut-Tiengen aus ging es Richtung Laufenburg, wo wir noch eine Apotheke aufsuchten, dann weiter Richtung Lörrach mit dem folgenden Übergang nach Frankreich. Machte ich mir vorher Gedanken über Papiere, Einreise, Impfausweise, so stellte sich dies als völlig überflüssig heraus. Niemand kontrollierte die Grenzen, keine Ausweiskontrollen. Alles easy. Warum auch immer in alles Gesetztexten oder Apps für die Reise etwas anderes steht.

So verließen wir Deutschland begleitet von blauem Himmel und Sonnenschein und wurden in Frankreich noch eine lange Zeit davon begleitet. Irgendwann holten uns die dunklen Wolken jedoch wieder ein in Richtung Besancon. Es ging wieder durch hügeliges Gelände, Bergauf und Bergab. Auf der Autobahn lang mit unserer Mautbox und kein lästiges Kreditkartenzücken am Automaten. Am frühen Nachmittag erreichten wir bereits Beaume les Dames, wo wir uns gemütlich unseren Platz einrichteten. Etwas TV schauen, Mittagessen Weisswurscht süsser Senf, Brot und Salat mit einem leckeren Bier, befriedigte unseren Hunger. Gegen Abend kam der Platzwart leicht hupend auf den Platz und lud ein zum Bezahlen der Platzgebühr. 11,60€ incl. Strom und Entsorgung finde ich ok. Die Plätze selbst sauber, grade jedenfalls die meisten. Eine große Entsorgungsanlage. Alles prima. Morgen geht es zum Supermarkt nebenan wo man günstig nochmal tanken kann. Die Preise für Diesel liegen auf dem Niveau deutscher Tanken. Also ist Frankreich diesmal nicht so teuer wie sonst. Um 8 Uhr soll der Bäcker kommen und leckere Crossiaints und Baquettes bringen. Ich bin mal gespannt. Dazu dann aber morgen mehr.

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