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Wo sind die Forster geblieben?

Wir sind nun rund 8 Tage unterwegs in unserem Forster T 699 HB. Von den anfänglichen Schwierigkeiten alles Notwendige unterzubringen habe ich bereits berichtet. Ja der Wagen ist zwar 7m lang, aber trotz platzsparendem Heckbett und großer Garage ein ganz Teil kleiner als unser Euramobil T 720 EB. Die knapp 50 cm können das nicht ausmachen. Ein großes Lob an die Firma Euramobil die mit ihren Integras und Profiliamodellen sehr gute Arbeit leistet. Zugegeben, die sind auch etwas teurer wie ein Forster. Ein Umstieg von Eura nach Forster ist jedoch schon sehr gewöhnungsbedürftig. Was nicht heißt das Einsteiger damit gut zurecht kommen können, sofern sie nicht monatelang unterwegs sein wollen.

Die eigentliche Frage ist aber nun wirklich: Wo sind die Forster auf Europas Straßen im Winter?

Fast Fehlanzeige.

Unsere Tour hat uns aus Ostfriesland über Stuttgart und Rottweil, nach Waldshut-Tiengen geführt. Von da aus ging es in die schweizer Berge nach Hinterburg, von dort aus an den Greifensee und weiter nach Genf, da die versprochenen Parkplätze am Genfer See nicht erreichbar waren. Weiter nach Frankreich zum Weinort nach Chusclan und weiter nach Spanien nach Palamos, EmpordArea.

Auf diesen rund 2300 Km ist uns nur ein einziger Forster auf den Straßen begegnet. Das ist im Sommer sehr viel anders. Also kommen wir zu dem Schluß, dass Forster Fahrer eher nicht zu den Wintersportlern gehören.

Klar, das Fahrzeug kann im Winter gefahren werden, ist aber nicht speziell dafür ausgerüstet. Es bedarf doch einiges an Zubehör ehe es bei länger anhaltenden Minustemperaturen, die Urlauber bei Laune hält.

 

Spanien sollte jedoch nicht zu den Prüfungen eines Forsters, auf Wintertauglichkeit, gehören. Da kommt man auf jeden Fall zurecht, wenn es nicht zu Skifahren in die Berge geht. Übrigens dort liegt seit gestern Schnee. Gut das wir Winterreifen drauf haben. Was sich als Problem herausstellen kann, ist die Gasversorgung. Man sollte sich rechtzeitig erkundigen wo man denn Repsolflaschen erhalten kann. Ansonsten heißt es, nur die Harten kommen in den Garten.

 

Aber wo sind die Forster?

Auf der CMT in Stuttgart waren sicherlich einige und wenn man von den Statistiken ausgeht, dass hauptsächlich jüngere Leute einen Forster kaufen, wird man ersehen, das die im Winter nicht so lange fahren können oder tatsächlich den Gletscherturn probieren. Nur Rentner können in den Süden und die fahren meistens andere Fahrzeuge.

Das ist nicht negativ für Forster, zeigt aber die Marketingstrategie sehr auf. Immerhin ist unser Forster nun hier der Einzige seiner Art in südlichen Gefilden. Bis wir dann doch auf einen anderen seiner Gattung treffen.

Die Wetterlage unterwegs sehr abwechslungsreich und zur Zeit sehr windig bis stürmisch. Oft wackelt das Womo bedenklich.

In der Hoffenung doch eine recht ruhige Nacht zu haben und morgen nicht von den gemeldeten Regengüssen weggespült zu werden, sage ich tschüss für Heute.

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